Berichte & Interessantes

Züchter sein - ist nicht immer einfach ...

Diesen Text habe ich auf einer Seite im Internet gefunden - und ich finde er trifft es auf den Punkt!

 

  • Was ist ein Züchter? Ein Züchter ist jemand, dem durstet es nach Wissen und doch wird er nie alles wissen. Er ringt mit Entscheidungen zwischen Vernunft, Herz u. Verpflichtung.
  • Ein Züchter opfert persönliche Interessen, Finanzen, Zeit, Freundschaften, kostbare Möbel u. wertvolle Teppiche. Er tauscht eine Luxusreisen gegen eine Ausstellung und das Erleben seines Rudels.
  • Ein Züchter verbringt Stunden ohne Schlaf um eine Paarung zu planen, oder mit Anspannung auf die bevorstehende Geburt zu warten u. hinterher über jedes Niesen, Krabbeln u. Quietschen zu wachen. Ein Züchter verzichtet auf ein Galadinner, eine ach so tolle und "wichtige" Ausstellung usw., weil eine Geburt bevorsteht, oder die Welpen um 8 Uhr gefüttert werden müssen. Er übersieht die Geburtsflüssigkeit setzt seinen Mund auf den schwachen Welpen, um im wahrsten Sinne des Wortes dem hilflosen Neugeborenen das Leben einzuhauchen - denn er ist die die Verwirklichung seiner Träume.
  • Der Schoß des Züchters ist ein großartiger Platz, auf dem Generationen von stolzen u. edlen Hunden die mehr als "schön sein" können, schlummern.
  • Des Züchters Hände sind stark, fest und oft schmutzig und doch wiederum sensibel für das Stupsen einer kleinen nassen Welpennase. Des Züchters Rücken und Knie schmerzen gewöhnlich vom Bücken und Heben über die Wurfkiste u. vom Hocken in ihr. Doch sind sie stark genug, seine Hunde und dessen Nachwuchs auf der Ausstellung zu fahren oder für die Jagd und auf Prüfungen vorzubereiten.
  • Der Rücken des Züchters ist oft krumm und buckelig von der Niedertracht mancher Mitmenschen, die meinen über seine Hunde und ihn Lügen verbreiten zu müssen, und doch ist er breit und stark genug, tausende solcher Lügen mit einem stolzen Lächeln zu ertragen. (denn Neid ist bekanntlich das beste Lob)
  • Die Arme eines Züchters sind stark genug, gleichzeitig zu wischen, einen Arm voller Welpen zu tragen und eine Hand dem Anfänger zu leihen.
  • Die Ohren des Züchters sind seltsame Gebilde: manchmal rot vom Gerede, manchmal flach vom Telefonhörer, manchmal taub von Kritik und dann wieder hellhörig für das Winseln eines kranken Welpen.
  • Die Augen des Züchters sind trübe vom Studieren der Ahnentafeln, manchmal blind gegenüber den Fehlern anderer und doch so scharf in der Wahrnehmung der eigenen Fehler. Sie sind immer auf der Suche nach der perfekten Spezies.
  • Das Gehirn des Züchters ist manchmal getrübt von Gesichtern und doch kann es eine Ahnentafel oder Geschichten über seine geliebten Hunde und Welpen schneller wiedergeben als ein Computer. Es steckt so voller Wissen, dass er jederzeit auch anderen Anfängern zur Verfügung stellt.
  • Des Züchters Herz ist oft gebrochen, aber immer voller Hoffnung - und es sitzt am rechten Fleck.

 

Oh ja - es gibt solche Züchter, und es gibt auch Züchter........ doch das ist ein anderes Thema! geschrieben Irmgard Gerards (aus FB)



Die Baujagd mit dem Dachshund

 

Der Dachshund wurde für die Arbeit unter der Erde gezüchtet. Seit jeher war und ist es wichtig, dass Hunde die geforderten Eigenschaften mitbringen, um der Aufgabe unter Tage gewachsen zu sein und diese bestmöglich erfüllen können.

 

Nur gesunde Hunde mit nicht zu starkem Brustumfang sind für die Baujagd geeignet. Die Idealvorstellung liegt im Bereich von 35 - 42 cm, die Obergrenze bei 45 - 50 cm. Die Schärfe muss vorhanden sein - ein Hund, der bei der praktischen Bauarbeit sofort zupackt, wird negativ betrachtet. Er soll sich im Einschlag abnehmen lassen und wenn der Fuchs gesprungen ist, den Bau verlassen und zum Führer kommen. So wichtig der Laut am Fuchs ist, so negativ ist es, wenn er Laut gibt ohne dass der Bau befahren ist. Der Typ Flieger ist gefordert - er steht für eine kurze lebhafte Jagd, bei der der Fuchs stark beunruhigt wird. Die Verletzungsgefahr für den Hund verringert sich dadurch erheblich. (Quelle: Claas Janssen)

 

Beim Dachs ist eine andere Arbeit erforderlich, hier muss er länger am Wild bleiben und dieses beschäftigen bis ein Einschlag gemacht werden kann. Besitzt der Hund nicht genügend Schärfe, wird der Dachs bald merken, dass er ungehindert weitergraben kann. Dies kann für den Dachshund sehr gefährlich werden, denn wenn er selbst nachgräbt, kann es schnell passieren, dass sich der Hund selbst eingräbt. Es liegt im Interesse aller Beteiligten möglichst waidgerecht zu handeln, da es sonst zu unnötigen Verletzungen des Hundes kommen kann. Je schneller gegraben werden kann, desto besser für Hund und Raubwild.

 

Warum Baujagd?

Eine Reduzierung des Fuchsbesatzes ist mit der Baujagd am effektivsten möglich! Besonders in offenen Landschaften sind auch Kunstbauten sehr erfolgreich, weniger in Waldgebieten.

 

 

"Nicht um des Fuchsbalges willen liebe ich die Baujagd, sondern um des kampfesfrohen, unseren Augen entrückten, geheimnisvollen Treibens wegen, das sich da unter den Bäumen und Felsen abspielt. Noch immer war mir ein Baujagdtag ein Erlebnis, weit mehr als Treibjagden. Ist doch der Erdhund der einzige, der unter Einsetzung seines Lebens, auf sich selbst angewiesen, unerschrocken mit oft überlegenen Gegnern hart kämpfen muss, obendrein unter schwierigsten Umständen, tief in dunkler Enge, aus der so mancher nie zurückgefunden hat."

Graf von Schwerin um 1910

 

 

Viele weitere Informationen zu dieser traditionsreichen Jagdart finden Sie auf www.nimrods.de.

Die Zuchtauszeichnung - oder besser: 10 gezüchtete Welpen - 9 Ergebnisse

 

Eine Zuchtauszeichnung zu erhalten, macht unheimlich stolz - diese jedoch bereits mit nur zwei gezogenen Würfen mit insgesamt 10 Welpen zu erreichen, umso mehr. Im August 2015 wurde meiner Zuchtstätte die Zuchtauszeichnung Bronze für Gebrauch verliehen. Um dies zu erreichen müssen 5 selbst gezüchtete Hunde die Spurlautprüfung sowie eine Prüfung unter der Erde erfolgreich abgelegt haben - also die zuchtrelevanten Prüfungen für Dackel. Bisher habe ich zehn Welpen gezüchtet, von denen insgesamt sieben diese Mindestbedingungen erfüllen, darüber hinaus jedoch auch weitere Prüfungen abgelegt haben. Der Dank gebührt meinen Welpenkäufern, die es verstehen ihre Hunde optimal auf den Jagdeinsatz vorzubereiten und gerne bereit sind, ihren Hunden die entsprechende Ausbildung zu ermöglichen.

Auch puncto Formwert kann die Nachzucht aus meiner Zuchtstätte tolle Erfolge vorweisen. Insgesamt wurden bereits sieben der zehn Hunde auf einer Ausstellung vorgestellt, wovon bisher sechs mit dem Formwert Vorzüglich und ein Hund mit Sehr Gut bewertet wurde. Die  Züchternadel in Bronze für Ausstellungenwurde ebenso bereits verliehen. Wir werden stets daran arbeiten dieses Niveau zu halten und  unser Bestes geben um die Rasse voran zu bringen.

 

Mehr über die Nachzucht "vom Mondscheinkreuz FCI" erfahren Sie hier.


Die Ausbildung unserer Hunde

 

....erfolgt schrittweise und alters- bzw. leistungsgerecht.

 

Das bedeutet, dass wir durch das Einarbeiten unserer Hunde sehr gut einschätzen können, ob der nächste Schritt schon machbar ist oder eben noch nicht. Jeder Hund ist anders, der eine frühreifer - der andere spätreif - ein guter Hundeführer erkennt dies schon sehr früh bei seinem Hund, welcher auch dementsprechend in früherem oder älterem Alter gewisse Prüfungen ablegen kann. Unsere Hunde werden langsam aber kontinuierlich auf ihre späteren Aufgaben als Jagdhund vorbereitet. Oft - besonders bei der Schweißarbeit - ist es nötig, auch mal einen Schritt zurück zu gehen, um nach vorne zu kommen.

Durch die jahrelange Ausbildungserfahrung meines Vaters und meiner mittlerweile 10-jährigen Jagd- und Ausbildungspraxis wissen wir, auf welche Schritte es besonders ankommt. Durch Gespräche mit vielen Rauhhaar Dachshund Züchtern in ganz Europa konnte ich viel lernen - was man in der Ausbildung tun soll und was man auf keinen Fall machen darf. Leider gibt es immer noch Züchter, die ihre Hunde bzw. Hunde aus ihrer Zucht regelrecht "Übertrainieren" um auf den Prüfungen zu glänzen und Pokale einzuheimsen  (natürlich freut man sich über jeden Pokal, den man erreicht) - doch im echten Jagdbetrieb stehen solche Hunde oft nicht - dem Hund könnte auf der Jagd ja etwas passieren....

 

Zur kurzen Erläuterung:

Mit meinem Ali konnte ich schon sehr früh ober und unter der Erde arbeiten. Er ist ein Hund, der sehr hart im Nehmen ist und der niemals zurück geht. Natürlich wurde er auch Schritt für Schritt eingearbeitet und obwohl er von seiner Mutter viel Schärfe geerbt hat und natürlich auch im Kunstbau eingearbeitet wurde, leistet er sehr gute Arbeit in der Natur.

Mein Gustl brauchte unter der Erde etwas länger als Ali, so war er nicht von vorne herein ein solcher Draufgänger - doch ich habe ihm die Zeit gegeben (nicht das ständige Training), die er gebraucht hat und siehe da - er erledigt seine Aufgaben genauso gut - teilweise sogar besser.

Meine junge Baronesse ist eine Mischung aus Ali und Gustl - am Schwarzwild besonders frühreif zeigte Baronesse bereits bei der ersten von zwei Übungen eine hervorragende Arbeit. Bei der zweiten Übung steigerte sie sich noch einmal und bei der Prüfung bestätigte sie ihre Leistung. Unter der Erde werden meine Hunde selbstverständlich ohne Kontakt eingearbeitet - doch sie sollen wissen, dass Gefahr drohen kann (Einen Dackel ohne entsprechende Einarbeitung in der Natur einzusetzen, ist strikt verantwortungslos). Baronesse zeigte bei der Einarbeitung sehr gute Leistungen und bewies bereits am Schwarzwild und im Wasser enorme Härte - aus diesem Grund habe ich mir erlaubt, sie bereits mit 12 Monaten zur Prüfung zu melden - und siehe da - ohne Probleme konnte sie die Prüfung bestehen, wenn auch noch Luft nach oben ist - es war die richtige Entscheidung.




Wir werden als Besucher auf der WORLD DOG SHOW 2015 in Mailand vertreten sein!

Wir freuen uns wieder viele Bekannte zu treffen, neue Dackelfreunde kennen zu lernen und viiiiiiiiieeeele schöne Hunde zu sehen!



Einarbeitung des Hundes auf Schwarzwild in Deutschland

Hundeausbildung am lebenden Tier – hat das etwas mit Tierquälerei zu tun? Wie die Prüfung von Jagdhunden abläuft, bereitet der Deutsche Jagdverband (DJV) jetzt medial auf. Im ersten Film zeigt der Verband, dass die Ausbildung in Schwarzwildgattern tierschutzgerecht und notwendig ist. Ähnlich einem Freigehege leben dort zahme, von Hand aufgezogene Wild­schweine. Großzügiger Auslauf, Ruhezonen und viel naturnahe Vegetation sind Grund­lage einer artegerechten Haltung.


Link zum vollständigen Text und Video

Schliefenanlagen in Deutschland

Für die Baujagd auf Füchse oder Dachse muss zunächst die jagdliche Brauchbarkeit von Hunden getestet werden. Und das ist wichtig: Der Hund lernt dabei, dass er Abstand vom Fuchs halten muss, um sich und das Tier nicht zu gefährden. Durch die Arbeit am lebenden Tier lassen sich aggressive oder ängstliche Hunde frühzeitig erkennen. In der sogenannten Schliefenanlage findet die Ausbildung mit handzahmen Füchsen statt. Dort werden die Ver­hältnisse eines Fuchsbaus simuliert. Ist die Ausbildung tierschutzgerecht? Der Deutsche Jagdverband (DJV) war mit einem Kamerateam bei der Ausbildung dabei. Ergebnis: Der Fuchs ist die Anwesenheit der Hunde gewöhnt, zudem besteht kein direkter Kontakt zwi­schen beiden Tieren. Internetvideos von Schliefenanlagen, in denen die Hunde auf Fuchs oder Dachs regelrecht gehetzt werden, stammen vornehmlich aus Osteuropa. „Diese Prak­tik verurteilt der DJV aufs Schärfste. Sie hat nichts mit Ausbildung und Jagd in Deutsch­land zu tun“, sagt Dr. Daniel Hoffmann, im DJV-Präsidium zuständig für Fuchsjagd.


Link zum vollständigen Bericht und zum Video


Quelle: Website des Dachshundklubs Württemberg und Hohenzollern

Ergebnisse Welthundeausstellung Helsinki 2014

Weltsieger:

DOLCE FONTANA DI TREVI

 

Weltsiegerin:

BELLOMIS VENDETTA

 

Weltjugendsieger:

QUINTO VOM LINTELER-FORST

 

Weltjugendsiegerin:

JASMINA VON HUBERHORN


Zuchtauszeichnungen

* für Jagdgebrauch (Bronze) und Ausstellungen (Silber)*