Erscheinungsbild  &  Formwert

 

Das allgemeine Erscheinungsbild wird durch den Standard sehr gut erklärt und dargestellt. Wenn man davon ausgeht, dass man den Dackel für den Zweck für den er gezüchtet wurde einsetzt, besitzt er laut Standard die perfekten Körperverhältnisse für sein Aufgabengebiet.

 

Bereits meine Großmutter züchtete Deutsche Doggen unter dem Namen "vom Wechselgau", so wurde mir die Liebe zu den Hunden und der Kynologie bereits in die Wiege gelegt. Mein Vater entdeckte dann seine Leidenschaft für den "Dachshund" - und diese teile ich mit ihm. Als ich auf die Welt kam, hatten wir bereits zwei Dachshunde. Daher möchte ich zur Erhaltung der Rasse als Jagd- und Familienhund beitragen und wesensfeste und leistungsstarke Hunde hervor bringen.

 

Es stellt sich als schwierig heraus Hunde zu züchten, die an den Idealformwert herankommen. Es sollte gleichermaßen die Anatomie wie auch die Haarqualität berücksichtigt werden, da sich die die verschiedenen Rassen einzig und allein durch ihre Haarart und Größe unterscheiden. So ist bei Rauhhaardackel besonders darauf zu achten, dass das Haar von guter Struktur und Länge ist - nicht zu knapp und nicht zu üppig. Eine wichtige Rolle spielt wahrscheinlich auch die Ausgewogenheit. Der Hund sollte in allen Teilen "zusammen passen". Das bedeutet, dass zum Beispiel die Winkelungen vorne und hinten harmonieren sollten. Ist dies nicht der Fall, kommt es ganz schnell zum "überbauten Hund" bei steiler Hinterhandwinkelung oder zu mangelnder Vorbrust bei schlecht gewinkelter Vorderhand in Verbindung mit einem kurzen Oberarm. Ein Hund mit hervorragender Hinterhandwinkelung und schlechter Vorderhand ist genauso eher gefährdet Probleme mit den Gelenken zu bekommen wie ein Hund, der vorne eine Top-Winkelung hat und hinten steil ist - wenig Schub in der Bewegung und schnelleres Ermüden ist die Folge. Wie bereits erwähnt spielt hier das richtige Verhältnis der Anatomie eine wichtige Rolle. Diese "Fehler" machen meinen Hund deswegen aber nicht schlechter etc., sie schränken ihn nur in seiner Bewegungsfreiheit ein bzw. fördern ein früheres Auftreten von Gelenksproblemen und dergleichen.

Baronesse
Baronesse

 

Auf Ausstellungen wird der Hund begutachtet und am Standard gemessen. Je nach Grad der Schwächen ergibt sich dann die Formwertnote. Formwertnoten, mit denen man in Österreich züchten darf, sind: Vorzüglich und Sehr Gut. Hunde, die mit schlechteren Formwertnoten beurteilt wurden, sind von der Zucht ausgeschlossen. Des Weiteren ist es möglich Champion-Titel zu erreichen. Die Bedingungen hierfür sind oft sehr unterschiedlich. Wertvoll sind hier die Titel:

 

- Internationaler Schönheitschampion (C.I.B.), da er eine Arbeitsprüfung voraussetzt.

- Welt-Union-Teckel Schönheitschampion (WUT-Ch.)

- Internationaler Ausstellungschampion (C.I.E.)

 

Die Bedingungen für diese Championate sind schwieriger zu erlangen als für den jeweiligen Landeschampion, da man auch im Ausland ausstellen muss und unter verschiedenen Richtern die höchste Anwartschaft bekommen muss. Interessant sind die Formwertnoten aus der Zwischenklasse, Offenen Klasse, Gebrauchshundeklasse oder Championklasse, da die Hunde hierfür bereits "erwachsen" und ausgewachsen sind und eine optimale Beurteilung stattfinden kann.

 

Wichtig zu sagen ist, dass der Dachshund nur in der Bewegung korrekt gerichtet werden kann, da man nur so erkennen kann, ob Winkelungen und Gliedmaßen korrekt sind. Viele Dackel "setzen" sich im Stand regelrecht hinten nieder, sodass die Winkelung super korrekt erscheint. In der Bewegung zeigt sich jedoch alles... Man sollte sich von einem "super Stand" also keinesfalls blenden lassen und sich den Hund gut in der Bewegung ansehen.

 

Abkürzungen im Ausstellungswesen

VV                            Vielversprechend (Bester Formwert in der Jüngstenklasse)

V / Exc.                      Vorzüglich

SG                            Sehr Gut

CAJC/JB/PRM               Jugendbester (Junior Winner)

CAC                          Anwartschaft auf nationales Schönheitschampionat

CACIB                       Anwartschaft auf internationales Schönheitschampionat

BOB/J                       Rassebester Jugendhund

BOB/Veteran                Rassebester Veteran

BOB                          Rassebester

BOG                          Bester der FCI-Gruppe

BIS                            Best in Show

Res./R.                        Reserve

 

Einige Titel:

 

ÖJCh                        Österreichischer Jugendchampion

SLO-JCh.                    Slowenischer Jugendchampion

HR-JCh.                     Kroatischer Jugendchampion

WUT-JCh.                   Jugendchampion der Welt Union Teckel

ÖCh                          Österreichischer Schönheitschampion

SLO-Ch.                    Slowenischer Schönheitschampion

SK-Ch.                     Slowakischer Schönheitschampion

CZ-Ch.                     Tschechischer Schönheitschampion

Dt.Ch-VDH                 Deutscher Schönheitschampion

Dt.Ch-DTK                 DTK Schönheitschampion

C.I.B.                        Internationaler Schönheitschampion

C.I.E.                        Internationaler Ausstellungschampion

WUT-Ch.                    Champion der Welt Union Teckel

BS                           VDH Bundessieger in Deutschland

ÖBS                         Österreichischer Bundessieger

KS                          Klubsieger

 

Es gibt natürlich noch viel mehr Titel, auch Tagestitel, zu erreichen. Das würde aber den Rahmen hier sprengen :-).

 

 

Pflege des Fells

Oft ist es notwendig das Haar eines Rauhhaardackels fachgerecht zu pflegen. Wenn ein Rauhhaardackel eher knapp behaart ist, beschränkt sich die Pflege des Fells auf das Bürsten, damit die abgestorbenen Haare heraus kommen (die dem Hund sonst einen unangenehmen Juckreiz bescheren). Wenn das Fell etwas länger ist, wird es notwendig sein zu Trimmen. Beim Trimmen werden die längeren Haarpartien herausgezupft, sodass der Hund meist nur noch die Unterwolle am Körper trägt. Das neue, frische Deckhaar wächst dann wieder, meist in besserer Qualität, nach. Ein korrekt behaarter Rauhhaardackel besitzt laut FCI Standard Deckhaar mit einer Länge von ca. 3 cm und guter Unterwolle. Viele Hunde werden für Ausstellungen viel zu viel heruntergetrimmt. Dies ist weder schön, noch sinnvoll, da das Haar ja immerhin eine bestimmte Schutzwirkung hat. Man sieht dann auf Ausstellungen oft Hunde mit komplett kurzer Körperbehaarung aber sehr üppigem Bart - ein Hund sollte jedoch natürlich wirken. Das richtige Trimmen sollte ungefähr 2x im Jahr durchgeführt werden. Der Hund wirkt dadurch nicht nur äußerlich gepflegt, sondern fühlt sich auch wieder wohl in seinem Pelz. Natürlich wird vor einer Ausstellung nocheinmal überflüssiges Haar entfernt und in Form gebracht.